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Junges Bistum Dresden Meissen
17. März 2020 | Elisabeth Meuser

Ökumenischer Jugendkreuzweg 2020

mit einem Ikonen-Kreuzweg aus Dresden

Dresden. In der idyllischen kleinen katholischen Kirche St. Hubertus im Dresdner Stadtteil Weißer Hirsch befindet sich seit 2012 ein Ikonen-Kreuzweg, dessen Stationen der Ikonenmaler Alexander Stoljarov gestaltet hat. In der diesjährigen Fastenzeit gelangt dieser Kreuzweg zu unerwartetem Ruhm: Er ist Grundlage des bundesweiten ökumenischen Jugendkreuzwegs 2020.

Unter dem Titel „ICON“ werden dabei die Ikonen, die sich als gemalte Glaubensbekenntnisse verstehen, durch Icons mit Erfahrungen der eigenen Lebenswirklichkeit der jungen Christen verbunden. Dazu wurden sieben Stationen ausgewählt und mit modernen Icons versehen. Er „ist eine Begegnung mit dem Antlitz Christi und der Frage nach der Beziehung zu der Person Jesus Christus im eigenen Leben“, heißt es im Vorwort zum Begleitheft.

Und weiter: „ICON ist traditionell und aktuell, spirituell und gesellschaftspolitisch zugleich profiliert. Er ist ein Erfahrungskreuzweg, ästhetisch, inhaltlich und in der Verbindung aus beidem: Ikonen sind gemalte Glaubensbekenntnisse, die durch die Icons an Erfahrungen in der eigenen Lebenswirklichkeit andocken. ICON macht sich mit uns auf den Weg zur Freundschaft mit Jesus Christus, dem wahren Selfie Gottes – denn durch die Freundschaft mit Ihm werden uns Erlösung und Freiheit geschenkt.“

Jugendkreuzweg erstmals auch über Messengerdienste

Wegen des Corona-Virus werden in diesem Jahr keine gemeinsam gebeteten Jugendkreuzwege in den katholischen und evangelischen Kirchgemeinden stattfinden können. Umso hilfreicher ist es, dass der Jugendkreuzweg erstmals ein neues digitales Angebot macht: „In einer Kooperation mit der Netzgemeinde ‚da_zwischen‘ werden Impulse aus den sieben Stationen des Kreuzweges über Messengerdienste allen Interessierten geschickt. ICON ist wird dadurch ein virtueller Begleiter in der Fastenzeit und darüber hinaus. Auf netzgemeinde-dazwischen.de/icon ist es möglich, sich für das digitale Angebot zu registrieren“, teilt das Team des Ökumenischen Jugendkreuzweges mit. 

Wer sich den Ikonen-Kreuzweg in der Kirche St. Hubertus, die zur Pfarrei St. Martin Dresden gehört, anschauen möchte – nach dem Ende der durch das Corona-Virus angeordneten Einschränkungen –, vereinbart am besten per E-Mail einen Termin:

Hintergrund:

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

Weitere Informationen: jugendkreuzweg-online.de