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Junges Bistum Dresden Meissen
01. September 2020 | Alexander Stocker

„…ein gemischtes Eis mit Sahne, eine Pizza quattro stagioni oder eine JuLeiCa?“

Gruppenleiterschulung der AKD in Dresden

Manche würden diese Frage besonders jetzt im Sommer mit: „Es kommt auf die Außentemperatur an!“, beantworten. Andere haben Prinzipien wie: „Ein Eis geht immer!“, oft hört man auch: „… egal, Hauptsache regionale Zutaten!“. 20 Jugendliche konnten sich in der vergangenen Woche ausprobieren, herausfinden, was ihnen wichtig ist, wonach sie suchen und wohin sie ihr Engagement ausrichten.

Dazu fand in Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft katholischer Kinder- und Jugendorganisationen im Bistum Dresden-Meißen (AKD) eine besondere und bisher einmalige Gruppenleiterschulung statt. Ihr Alleinstellungsmerkmal erhielt diese Schulung dadurch, dass ALLE Bildungsinhalte inklusiv der „Erste-Hilfe-Schulung“ komplett hintereinander und auf einander abgestimmt an 7 Tagen angeboten wurden.

„So ein verdichtetes Arbeiten fordert die Jugendlichen und uns als referierendes Team natürlich auch besonders“, resümierte Franz Adler, Jugendbildungsreferent der LAGS, am letzten Tag, „aber wir hatten wirklich Lust drauf, gerade jetzt auch unter Corona-Bedingungen, den Teilnehmenden und uns neue Erfahrungen zu eröffnen“. Aus bundeseinheitlichen Vorgaben der Jugendleiter-Card-Ausbildung und eigenen Ideen gestalteten er und Alexander Stocker abwechslungsreiche Programmtage, die genügend Freiraum für thematische Vertiefung beinhalteten. So diente bspw. ein ganzer Tag, den alle gemeinsam in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden verbrachten, zur Vermittlung und individuellem Wahrnehmen demokratiegestaltendem Verhaltens. Ein Planspiel mit dem Titel „Vorsicht – friedlich!“ versetzte alle Jugendlichen und die beiden Teamer über Stunden in unterschiedlichste Rollen, die denen der konfrontativen Akteure beim politischen Umbruch in Deutschland vor 30 Jahren sehr ähnelten. Ebenso reflektierten die Jugendlichen positiv, beim Themenkomplex Kinderrechte, Kindeswohlgefährdung und Prävention sexualisierter Gewalt nicht engen Zeitvorgaben zu genügen, sondern mit den Referenten alle Facetten und ihre Fragen ausdiskutieren zu können.

Gelungene Improvisation, ein bewährtes Netzwerk und Kooperation zu inhaltlicher Vielfalt und den organisatorischen Bedingungen trugen dazu bei, dass Teamer und Jugendliche die ganze Woche durchhielten. Die katholische Gemeinde „St. Franziskus Xaverius“ stellte ihren Saal in der Dresdner Neustadt zur Verfügung. Pfarrer Kauder und seinem Team sei herzlich gedankt dafür! Das junge Team im Jugendrotkreuz des DRK Kreisverband Dresden e.V. konnte trotz Ferienzeit und enger Räume das Schulungs-Modell zur Ersten Hilfe anpassen, die Gruppe wurde auf 2 Tage hälftig verteilt.

Und wie war das nun mit der Pizza quattro stagioni? „Pizza haben wir genug gegessen! Ja, es gab auch Nudeln oder Salat, Vitamine oder Kekse…alles dabei“, fassen die Referenten Stocker und Adler zusammen. „Wichtiger ist aber, was die jungen Leute von hier mitnehmen: Ihnen stehen mit den erlangten Kompetenzen alle Möglichkeiten offen, sich einzubringen und mitzugestalten, wo auch immer sie sind.“ Die Jugendlichen sind wahrnehmbar durch diese Woche hindurch auch zu einer Gruppe zusammengewachsen. Neben einem Erste-Hilfe-Zertifikat, Jugendschutzgesetz und einer Zeckenkarte bekamen alle abschließend ihren persönlichen JuLeiCa-Ordner als Handbuch und Materialsammlung. Und der hat wirklich etwas von „quattro stagioni“: er ist rot, blau, grün, einfach bunt und glänzt mit „gehaltvollen“ Zutaten!

Auch im nächsten Jahr wird die AKD wieder Gruppenleiterschulungen anbieten. Mit dem Besuch aller Bildungseinheiten besteht für Jugendliche (ab 16 Jahren) die Möglichkeit, die bundeseinheitlich standardisierte Jugendleitercard (JuLeiCa) als „Zertifikat“ ihres erworbenen Wissens zu beantragen.

 

Diese Bildungswoche ist eine Veranstaltung in Trägerschaft der AKD. Es wurde mit Fördermitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz unterstützt und aus Eigenmitteln der Teilnehmenden und Mitteln der AKD sowie des Bistums Dresden-Meißen kofinanziert.

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