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Junges Bistum Dresden Meissen
22. August 2022 | Josef Reinhardt

Berichte

zur Kinderzeltwoche in Zinnowitz

 Tag 1: „Die drei Fragezeichen und die Sinnsuche am Strand“

„Uuuuuuuuuuund es geht schon wieder los“ zur schönen Stadt am Meer namens Zinnowitz. Dort wo ein Haus dem Hl. Otto geweiht wurde, können wir dieses Jahr wieder auf dem Zeltplatz übernachten.

Nach dem letzten Jahr können wir mit doppelt so vielen Teilnehmenden die Ostsee, den Strand aber auch Musik, Gebet und Spiel genießen. Mit dabei sind die Geschichten von Justus, Bob und Peter. Sie begleiten uns diese Woche vom Aktionstag bis zum Nachtgeländespiel.

Die Fahrt nach Zinnowitz verlief ohne Probleme und wir kamen gesund an. Wie jedes Jahr war das Spannende die ungeduldig erwartete Zelt- und Gruppeneinteilung, die ohne großes Murren verlief. Nach diesem Höhepunkt beendeten wir den Tag mit dem Gebet am Strand.

Tag 2: Erste Hörspiele

Die erste Nacht in unseren Zelten ist vorbei. Nach der anstrengenden Fahrt waren wir so geschafft, dass sich sogar Herr Fuchs und Frau Elster auf dem Zeltplatz die Ehre gaben! Verängstigt wurden diese nur von einem Regenschauer, welcher uns sanft aus dem Schlaf weckte!

Einzig die erste Gruppe für das Wanderlager fand es nicht so erfreulich, dass der Regen am Vormittag sogar noch stärker wurde. Zwar sind wir froh, durch eine gesenkte Waldbrandstufe endlich wieder ein Lagerfeuer zu machen, jedoch galt es zu hoffen, dass die Zelte dem Regen standhielten!

Für alle anderen ging es das erste Mal zum Thementag sowie zum Aktionstag, bei welchem Hörspiele für unsere Geschichte der drei Fragezeichen erstellt wurden. Dabei konnte mit allerlei lustigen Dingen gespielt werden: vom Knallen der Autotüren, dem Gaggern auf der Hühnerstange, und vielen weiteren Aktionen um Geräusche zur Untermalung des Hörspieles zu finden! Auf dem Weg zum Bahnhof ließen wir uns sogar von den Geräuschen derart ablenken, dass wir uns in der Metropole Zinnowitz verliefen!

Morgen freuen wir uns auf ein schönes Sonntagsspiel und auf einen sonnigen Start in die Woche!

Tag 3: Sonntag ist Spieletag

Kaum sind wir aufgestanden hat uns die Gruppe Orange bereits ein leckeres (schnabulöses) Frühstück vorbereitet. Da heute Sonntag war, wurde um 11 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst mit der Gemeinde gefeiert.

Nach einem Sonntagsschmaus ging es zum Stadtspiel. Durch viele Stationen in der schönen Stadt Zinnowitz konnte die Geschichte des Ostseebads kennengelernt werden. Zum Ausklang rundete ein Sprung in die grüne Ostsee den Nachmittag ab.

Nach den vielseitigen Abendangeboten wurden die Kandidaten für die Kinderpräsis vorgestellt und gewählt. Wir sind alle schon gespannt wie ein Flitzebogen auf die Verkündung des Ergebnisses. Im Anschluss präsentierte uns Gruppe Pink den nächsten Part des Detektivhörspiels mit vielen herzlichen Lachern.

 Danach ging es f(l)uchs ins Bett.

Tag 4: Disco Montag

Der Tag HÖRTE sich so unterschiedlich an, wie der gestrige aufgehört hatte. Gruppe rot und pink gaben sich im Wanderlager die Klinke in die Hand, zuvor verbrachte rot eine windstille und von einer Sternschnuppe verschönerte Nacht im Wanderlager. Wir hörten das Ergebnis der Kinderpräsi-Wahl: Sarah (Gruppe grau) vertritt ab sofort die Interessen der Kinder und wurde mit Mehrheit gewählt. Glückwunsch!

Die graue Jugendgruppe verbrachte den Thementag auf dem Gelände und besprach aktuelle Trends, aus denen einige Helfer*innen-Memes entstanden sind. Auch ein selbstgemachter Obstsalat und eine Geburtstagstorte durften verspeist werden. Ebenfalls die Gruppen orange, grün und blau tauschten sich zusammen darüber aus, wie man Nachrichten verfasst, welchen man trauen kann und was eine seriöse Nachricht ausmacht.

Unser JJ (DJ Johannes) gab zum Tagesende ausgeFUCHSte Beats zum besten, zu der Alt und Jung gleichermaßen „abgegangen“ sind.

Atemlos, aber glücklich fielen wir in die Betten. Am Dienstag steht der Schwerpunkt Fühlen im Fokus.

Tag 5: Einfühlsam

Der fünfte Tag unserer Reise begann mit einer angenehmen Massage beim Morgengebet. Vom Sinn des Fühlens wurde nämlich der Tag geprägt. Danach gab es das immer wieder nahrhafte Frühstück mit Brötchen und/oder Müsli.

Anschließend machte sich die Gruppe rot an den Abwasch, wobei Gruppe 1-3 (blau, orange und grün) sich an den letzten Teil ihrer Rotation, welche sie am Montag schon gestartet hatte. Während diese Arbeit etwas stressiger war, entspannte sich die Stimmung im Kreazelt immer mehr, da die pinke Gruppe sich mehr Zeit als die anderen bisher ließen, aus dem Wanderlager wiederzukehren.

Ganz so sehr stressen mussten sie sich aber auch nicht, weil als nächstes die Jugendgruppe mit den Fahrrädern startete und somit nicht auf die Fahrkünste unseres Küchenchefs angewiesen waren.

Nach der Gemüse-/Kartoffelsuppe zum Mittag und dem Strandbesuch nahezu aller Kinder, bewegten sich alle zu ihren Nachmittagsaktionen. Für Gruppe 1-3 hieß das das Ende ihres Vertiefungstages, Gruppe vier (rot) hat sich mit ihrem Hörspiel im Aktionstag beschäftigt und die fünfte Gruppe (pink) gesellte sich ins Kreazelt. Dort gestalteten sie eine Girlande für ihren Gruppenbaum und bastelten allerhand kleine Basteleien.

Beim Abendbrot fiel ein weiteres Mal auf, wie merkwürdig es war, dass die Jugendgruppe sich im Wanderlager befand, weil der gesamte rechte Tisch komplett leergefegt schien. Trotz allem schmeckte das Essen gut und auch danach die Abendangebote liefen blendend.

Zum Abendgebet wurden die Gefühlseindrücke des Tages noch einmal überdacht und schlussendlich die Verbundenheit der Gemeinschaft mit einem Seil symbolisiert.

Tag 6:

Auch an Tag 6 dürfen wir uns strahlenden Sonnenscheins erfreuen. Während Gruppe Blau für uns das Frühstück vorbereitet, kämpfen manche Helfer mit einer Ameiseninvasion. Heute schmecken wir uns durch den Tag und fangen gleich beim Morgengebet damit an Während sich die orangene Gruppe mit Gruppentänzen aufs Wanderlager vorbereitet, setzen sich rot und pink zusammen und lernen über die Wunderwelt unserer Sinne und Wahrnehmung. Schon interessant, dass wir einen Großteil unserer Wahrnehmung direkt wieder löschen. Denn wenn man sich zu sehr aufs Ball spielen konzentriert kann man schon mal den einen oder andern Gorilla übersehen. Erschöpft und verraucht kommt die Jugendgruppe von ihrer Fahrradtour zurück. Ohne Verletzungen aber mit ein paar extra Kilometern in den Beinen geht es direkt unter die Dusche. Aber kein Problem denn die Blauen servieren eine deftige Nudelsuppe zur Stärkung. Selbstverständlich darf auch heute der traditionelle Strandgang nicht fehlen. Zum Strand laufen und den Sand zwischen den Zehen spüren ist schon bisschen cooler als der Schulweg. Zurück im Lager irren Pink und Rot teilweise SINNLOS über den Zeltplatz, um ihre verloren gegangenen Sinne zurück zu gewinnen. Wer mal einen Harmonieschub braucht, kann sich bei ….. eine Ladung Freude oder auch einen schönen Stein abholen. Ganz entspannt ist der Nachmittag für Gruppe Blau. Bei erfolgreicher Abwaschdisko erschließt sich automatisch eine Menge Strandzeit. Beim Abendbrot fällt ein weiteres Mal auf, wie merkwürdig es ist, dass die Jugendgruppe sich wieder im Lager befindet. Wobei Abendbrot nicht so ganz stimmt. Heute gab‘s nämlich Rosmarinkartoffeln mit Kräuterquark und Veggie-Schnitzel! Während wir bei der Amphilounge mal wieder falsch herum auf den Bänken hocken und das Hörspiel der Gruppe Grün verfolgen fragen wir uns langsam, wer wohl letztendlich hinter dem Raub der Paulusstatue aus dem Zinnowitzer Staatsmuseum steckt. Klappe zu Fuchs sagt „Ruh!“, 22:00 Uhr, ab ins Bett, Tag war ganz nett. 0:44 für alle die hier unbezahlt arbeiten dürfen.

Tag 7:

Heute war der Tag der Verbrecher-Jagd. Am Morgen starteten wir mit Gleichgewichtsübungen und mit dem Tagesthema „logisches Denken – der siebte Sinn“.

Nach dem reichhaltigen Frühstück ging es für die pinke und rote Gruppe mit thematischen Einheiten zu Kultur, Trends und Umwelt los. Die grüne Gruppe verabschiedeten wir als letzte ins Wanderlager, während Orange wieder im Otto-Heim ankam und anschließend im Krea-Zelt stickte, filzte und sich kreativ beschäftigte. Über den Tag erarbeiteten die Gruppen blau und grau die letzten Hörspiel-Folgen für die drei Fragezeichen und der Suche nach der verschollenen Statue des Heiligen Paulus. Nach einer entspannten Mittagspause am Strand und aktiven Erholung auf dem Zeltplatz war der Nachmittag mit weiterem Programm prall gefüllt. Am Abend war die Anspannung groß, denn die letzten Verdächtigen wurden vorgestellt. Wer hat die Statue geklaut? Dieses Rätsel musste im Nachtgeländespiel noch aufgeklärt werden. Der Gemeindereferent als Mafia-Boss hat ein wasserdichtes Alibi, aber hatte er Mittäter? Was ist mit dem Museumswächter, dem Reporter, dem Eisverkäufer, dem Musikanten und dem Handwerker?

Mit mehreren Teams mussten die Kinder Hinweise finden und die Unschuldigen an die Polizei übergeben. Dabei wurden alle stets von den Rehen und dem Fuchs des Waldes beobachtet. Die Täter wurden festgenommen und werden morgen zum Verhör geladen. Nach einem spannenden Abend und einem aufregenden Geländespiel fielen die Kinder schnell ins Bett.

Tag 8:

Am heutigen Freitag wurde sich zunächst dem Thema Gefühle und dem inneren Wahrnehmen gewidmet. Nach einem kurzen Morgenimpuls mit musikalischer Aktivierung ging es nach dem Frühstück für die Kinder und Jugendlichen ein letztes Mal zur Gruppenzeit. Alle nutzten diese zur gegenseitigen Auswertung der gemeinsam verbrachten Tage, zum Feedbackaustausch und Gruppenfotos erstellen. Anschließend wurde eine Abschlussandacht abgehalten, denn der letzte Tag der Kinderzeltwoche war leider schon eingeleitet. Während der Andacht erinnerten sich alle an die schönen Momente der vergangenen Tage, gegenseitig wurden sich Wünsche mitgeteilt, und das Tagesthema wurde kreativ und biblisch aufgegriffen. Nach dem Mittagessen erfuhren die Kinder endlich die Sieger/ Siegerinnen des Zeltwettbewerbs (Zelt 10), welche zuvor von einer unabhängigen Jury ausgewählt worden waren. Die Prämierung war bereits mit großer Spannung erwartet worden und wurde entsprechend bejubelt. Ab 13.45 Uhr wurden die Regularien zum Freitagsspiel erläutert, welches nachmittags anstand. Alle Gruppen erstellten gestaffelt im Wald an Stationen eine individuelle Gruppenfahne. Am Ziel angelangt, welches sich am Strand befand, hieß es für die Gruppen die eigene Gruppenfahne spielerisch zu beschützen. Nachdem Gruppe Pink dies am erfolgreichsten gelungen war, konnte sogar die verlorene Statue geborgen werden, wodurch die wochenübergreifende Rahmengeschichte der drei ??? beendet wurde. Nachdem ein letztes Mal am Strand in der Ostsee gebadet wurde, wurden zum Abendessen Burger genossen. Das nachfolgende Abschlussfest in der Amphilounge war thematisch angepasst. Die Kinder und Jugendlichen sollten mit ihren Helfenden spielerisch die Polizeischule besuchen und ihr Können in bestimmten polizeilichen Tätigkeiten unter Beweis stellten, z.B. Personenbeschreibung, Verhör, Erstellung von Phantombildern. Unter begeisterter Stimmung wurde hier nebenbei ein historischer Kriminalfall von 2009 gelöst, der in Zinnowitz passiert war. Das tagesabschließende Abendgebet wurde zuletzt in gelöster Stimmung abgehalten und rundete das Tagesthema ab.

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